Festivals als Brückenbauer

Wirkungsvolle und dauerhafte Brücken zwischen Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenserfahrungen, Herkünften und Überzeugungen bauen zu wollen ist herausfordernd. 2023-07-02_Hermann-Hesse_Das-GlasperlenspielDer Musik soll dies – im wahrsten Sinne des Wortes – spielend gelingen. Jedenfalls lässt sie sich gut damit verbinden. Beispielsweise im Rahmen von Festivals mit Angeboten, die möglichst viele Menschen im Land begeistern können.

Festivals, die diesen Anforderungen entsprechen, gibt es gewiss zahlreiche. Die folgenden sollen dafür stellvertretend sein:

Das Haus der Solidarität in Brixen-Milland veranstaltet seit 2003 das Zugluftfest u. a. genau aus diesem Grund: zum Brückenbauen zwischen den eingemieteten Gästen des Hauses und den Menschen in der umliegenden Nachbarschaft oder auch darüber hinaus.

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Das Jüdische Kulturfestival Krakau hat „vielmehr die breit gefasste Kultur zum Inhalt – die jüdische, und die in andere nationale Kulturen eingebettete.“ (Jan Opielka) Selbst heiße Themen wie der „Krieg um die Demokratie in Israel“ werden dabei nicht ausgespart. Vielleicht ist gerade das ein besonderes Merkmal dieses Festivals, das an Hermann Hesse erinnert, denn: „Das Geheimnis der Langlebigkeit des Festivals, seiner Popularität auch beim ausländischen Publikum – etwa ein Drittel aller Gäste – liegt wohl auch daran, dass es sich inhaltlich nicht anbiedert. Es holt die Menschen eher bei ihren Sehnsüchten nach dem bislang Unerkannten, nicht Definierten, Neuen ab.“ (Anm.: Fallkorrekturen, AN)

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2 Gedanken zu „Festivals als Brückenbauer

  1. Aufruf zum Engagement für eine partizipatorische resp. partizipative Demokratie
    als eine Folge der „Logik des Teilens und der Solidarität“ durch „die Kinder dieser Welt, [die] im Umgang mit ihresgleichen klüger [sind] als die Kinder des Lichtes“ (Lk 16,8)

    In seinen Erläuterungen des Bibelwortes „Und der Herr lobte die Klugheit seines unehrlichen Verwalters“ (Lk 16,8) wies Papst Benedikt XVI. am 23. September 2007 auf folgendes hin:

    „Schließlich, sagt Jesus, muß man sich entscheiden: ‚Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon‘ (Lk 16,13). Mammon ist ein Begriff phönizischer Herkunft, der wirtschaftliche Sicherheit und Erfolg in den Geschäften wachruft; wir könnten sagen, daß im Reichtum das Götzenbild angezeigt ist, dem alles geopfert wird, nur um den eigenen materiellen Erfolg zu erreichen, und so wird dieser wirtschaftliche Erfolg zum wahren Gott eines Menschen. Es ist also eine Grundentscheidung zwischen Gott und dem Mammon notwendig – es ist die Entscheidung zwischen der Logik des Profits als letztes Kriterium unseres Handelns und der Logik des Teilens und der Solidarität notwendig. Wenn die Logik des Profits die Oberhand gewinnt, so vermehrt sie das Mißverhältnis zwischen Reich und Arm sowie die zerstörerische Ausbeutung des Planeten. Wenn hingegen die Logik des Teilens und der Solidarität überwiegt, ist es möglich, den Kurs zu korrigieren und ihn auf eine gerechte Entwicklung auszurichten, zum gemeinsamen Wohl aller.“

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